In der Forstwirtschaft ist die Fa. Palfinger und ihre Kräne ein Begriff. Am 12. April 2024 waren die Forstfrauen eingeladen, dem weltweit vertretenen Konzern mit Ursprung und Sitz in Österreich einen Werksbesuch in Lengau (Oberösterreich) abzustatten.

Von der 1932 gegründeten kleinen Werkstatt für landwirtschaftliche Anhänger, Kipper und Fahrzeugaufbauten hat sich Palfinger zu einem global agierenden Konzern mit 2,45 Mrd. € Umsatz, 12.728 Mitarbeiter:innen und 30 Fertigungsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien entwickelt. Dank der Verbindungen von Forstfrau Brigitte Maria Gruber waren wir eingeladen, eine der „Geburtsstätten“ der bekannten Palfinger Kräne zu besichtigen.


Die bereits am Vorabend angekom1menen Forstfrauen verbrachten einen vergnügten Abend im Jägerwirt in Lengau.

Ein zusätzlicher Anlass zum Feiern war auch rasch gefunden: Eine - noch dazu mit Auszeichnung - frischgebackene Forstfacharbeiterin kam direkt aus der FAST Traunkirchen angereist. Wir gratulieren Agnes Molnar auch hier noch einmal ganz herzlich zu dieser tollen Leistung!

 

Die Erkundung der Palfinger World begann mit einer Präsentation der Firmengeschichte und der Geschäftsfelder. Verbanden die meisten von uns den Namen Palfinger bisher ausschließlich mit Kränen, wurde hier deutlich, wie breit das internationale Technologie- und Maschinenbauunternehmen aufgestellt ist und wie tief der Digitalisierungsprozess in alle Bereiche hineingreift. 4Schon zu Beginn geriet der Zeitplan leicht ins Wanken - das 3-D-Kinofeeling mit Brückenscanning, Offshore-Kränen und Rettungsmission am See fesselte, und  die jüngsten Exkursionsteilnehmer Helena und Sebastian loteten begeistert alle 3 Ds bis zum Rand der Dimension aus. Unser Tourguide hatte jedoch alles in Blick und Griff, und weiter es ging in Richtung Simulation. Beim Herumspielen mit demferngesteuerten Miniatur-LKW waren die Grenzen des Machbaren noch recht übersichtlich - Eisenbahnspielen mit Kranmodellen sozusagen. In der Virtual Reality Station dagegen beamte sich so manche Forstfrau kurzerhand vom Offshore-Windrad ins offene Meer hinaus, während nebenan fröhlich an Material getestet wurde, was das Herz begehrt -  "Haben wollen" stand da in manchen Forstfrauen-Augen recht deutlich zu lesen...

Das Staunen hörte im Ausbildungszentrum nicht auf. In sage und schreibe 17 technischen und kaufmännischen Lehrberufen werden die Mitarbeiter:innen von morgen ausgebildet. Darunter sind neben Mechatroniker:in oder Schweisstechniker:in auch Berufsbilder, die man gar nicht erwartet hätte: Eventkaufmann/frau, Koch/Köchin oder Medienfachmann/frau.

Und dann wartete das "Eingemachte": Vom Schneiden und Biegen der Profile bis hin zum Aufbau des Krans auf den LKW lernten wir die verschiedenen Phasen von Produktion und Montage kennen. Die Fülle der gehörten und gesehenen Details hier wieder zu geben, würde den Rahmen sprengen. Eine Erkenntnis bleibt: Nämlich, dass uns trotz Branchenkenntnis sehr häufig nicht bewusst ist, welche Unternehmen von Weltrang in Österreich beheimatet sind - und wie häufig sie aus einer visionären Idee einzelner Menschen heraus entstanden sind.

Wir danken CEO Andreas Klauser, Ansprechpartnerin Andrea Windhofer und Tourguide Georg Meiringer ganz, ganz herzlich für diesen tollen Vormittag!

2Nach dem Mittagessen stand bei Kaiser(innen)wetter eine Fahrt nach Mondsee auf dem Programm. Peter Gaubinger führte uns im Pfahlbau- und Klostermuseum durch die Geschichte des Mondseelandes. 6.000 v.Chr. entstand im Salzkammergut eine jungsteinzeitliche Kultur, zu der auch die in den 1870er Jahren am Seeboden entdeckten Pfahlfelder gehören. Das Museum zeigt auf über 400 m² Ausstellungsfläche Fundstücke aus der Pfahlbaukultur des Mondseelandes, die uns einen Eindruck vom steinzeitlichen Leben gaben. Die Pfahlbauten gingen im wahrsten Sinn des Wortes unter, das Leben ging weiter. Im Jahr 748 wurde das Kloster Mondsee gegründet. Auf über 1000 m² Ausstellungsfläche werden Geschichte und Kultur des Klosters und seiner Umgebung, Archäologie und Baugeschichte, sakrale Kunst, Buchmalerei und Volkskultur ausgestellt.

Der Nachmittag bildete einen starken Kontrast zum Vormittag, und dennoch schloss sich der Kreis mit einem gemeinsamen, zugegebenermaßen recht profanen Anknüpfungspunkt zwischen einst und jetzt: € 800.000. Das ist der Wert des im Kloster ausgestellten Urbars, eines Güterverzeichnisses, aus dem Jahr 1416 - und der Preis eines 200 mt-Krans aus dem Hause Palfinger.

Den Ausklang des gemeinsamen Tages im Salzkammergut bildete auf Einladung der Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Prosecco im historischen Schloss Mondsee.

Herzlichen Dank, liebe Brigitte, für diesen wundervollen Tag, den Du initiiert hast!

 

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