Was ist das Ziel der Konferenz?

Hauptziel der Konferenz ist es, internationale Vernetzung und Erfahrungsaustausch von Frauen in der Forstwirtschaft zu fördern und die Sichtbarkeit von Frauen und ihren Leistungen für den Forstsektor zu erhöhen.

Wie sieht das Format der Konferenz aus?

Die Konferenz ist eine Netzwerkveranstaltung. Das Programm am Ankunftstag beinhaltet einen Icebreaker und eine optionale Besichtigung des „WALDCAMPUS Österreich“. Der Konferenztag bietet unter anderem eine Podiumsdiskussion, einen Marktplatz der Initiativen, ein World Café, bei dem gemeinsam an neuen Ideen gearbeitet wird, und einen Abendempfang. Die am Konferenztag gewonnenen Erkenntnisse und Einblicke werden am darauffolgenden Tag bei Exkursionen vertieft, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beispiele aus der forstlichen Praxis und Österreichs multifunktionelle Waldkompetenz kennenlernen.

Warum findet diese Konferenz mit dem Schwerpunkt „Wald in Frauenhänden“ statt?

Etwa 30% der österreichischen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sind Frauen und damit sind etwa 25% der Waldfläche Österreichs in weiblichem Besitz (Agrarstrukturerhebung 2016). Ähnlich ist die Situation in Europa, wo der Anteil von Frauen am Kleinwaldbesitz rund 30% beträgt. Zusätzlich spielen Frauen in der Entscheidungsfindung für Wälder im Familienbesitz eine entscheidende Rolle.

Trotzdem sind Frauen im Ausbildungsbereich und in Berufen in der Forstwirtschaft in Österreich sowie in vielen anderen Ländern weniger zahlreich und noch weniger sichtbar. Auch Waldbesitzerinnen treten selten in den Vordergrund. Gründe für diese Unterrepräsentation und schwache Sichtbarkeit der Frauen sind vor allem geringe Einbindung von Frauen, traditionelle Rollenbilder und fehlende Vorbilder im Sektor.

Wer unterstützt Frauen, die sich für die Forstwirtschaft entscheiden?

Frauennetzwerke wie die österreichischen Forstfrauen und ähnliche Netzwerke in Deutschland, den nordischen Ländern, Polen, der Slowakei, Slowenien und anderswo vernetzen Waldbesitzerinnen und Frauen in der Forstwirtschaft. Die Konferenz ist eine Gelegenheit, Netzwerke, die man kennt, vorzustellen und neue zu entdecken.

Der Waldverband Steiermark hat bereits 2011 das Projekt "Wald in Frauenhänden" initiiert, von dem - nicht zuletzt aufgrund der hohen Akzeptanz des Projektes - auch der Titel für unsere namensgleiche Konferenz "entliehen" wurde. Ziel dieses Projektes war und ist es, mehr Frauen für die Forstwirtschaft zu begeistern und sie zu einer aktiven Teilhabe in diersem Sektor zu motivieren. Regierungen, Universitäten, Betriebe und Organisationen werden ebenfalls aktiv. Viele eigens entwickelte Programme wie Mentoring (zum Beispiel das Frauenmentoring in der Forstwirtschaft, das vor kurzem vom BMLRT, der BOKU und dem BFW gestartet wurde) oder Stipendien richten sich an Frauen in der Naturwissenschaft und Technik. Zusätzlich erkennen immer mehr Unternehmen das Potential der Frauen.

Im Speziellen möchten wir die Unterstützung des österreichischen Ministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) erwähnen, die es möglich gemacht hat, diese Konferenz zu veranstalten.

In welcher Sprache wird die Konferenz abgehalten?

Es wird erwartet, dass der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Europa stammt, weshalb die Konferenz zweisprachig in Deutsch und Englisch abgehalten wird: Am Konferenztag wird Simultanübersetzung angeboten, bei der Exkursion kann man zwischen Deutsch und Englisch wählen. Zusätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich auch unabhängig von ihrer präferierten Sprache austauschen zu können.

Wer kann teilnehmen?

Alle an der Forstwirtschaft und verwandten Fachgebieten interessierten Personen aus Forst- und Holzwirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Praxis, Politik und anderen Bereichen.
Das interaktive Format der Veranstaltung bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Möglichkeiten, sich aktiv in Diskussionen einzubringen und voneinander zu lernen. Das breite Spektrum an Erfahrungen, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihren Ländern und Arbeitsfeldern mitbringen, bereichert den Lernprozess.

Wie werden die Ergebnisse der Konferenz kommuniziert?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Ergebnisse in ihren jeweiligen Netzwerken verbreiten. Diese Netzwerke werden durch Kontakte und Freundschaften, die bei der Veranstaltung entstehen, weiter wachsen und bereichert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen mit neuen Ideen, Wissen und Werkzeugen, die in der Praxis angewandt werden können, nachhause.

Die Ergebnisse der Konferenz sollen im Waldforum des Österreichischen Walddialogs als Maßnahme für die Umsetzung der Österreichischen Waldstrategie 2020+ präsentiert und in den Netzwerken der Partner verbreitet werden.

Wer organisiert die Konferenz?

Projektträger:

BFW – Bundesforschungszentrum für Wald

Das BFW ist eine österreichische, multidisziplinäre Forschungs- und Ausbildungsstelle des Bundes in der Rechtsform "Anstalt öffentlichen Rechts". Das BFW besteht aus sechs Fachinstituten, zwei forstlichen Ausbildungsstätten (Traunkirchen und Ossiach), einer Bibliotheks- und Dokumentationsstelle und mehreren internen Servicestellen.
Der Hauptsitz des BFW befindet sich in Schönbrunn/Wien, daneben gibt es noch einen Standort in Innsbruck, einen Versuchsgarten bei Tulln sowie einen Lehr- und Versuchsforst in Kärnten.
Insgesamt hat das BFW derzeit rund 276 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Organe des BFW sind der Leiter und der Wirtschaftsrat, in dem das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, das Finanzministerium und die Dienstnehmer vertreten sind.BFW Logo 2012 quer 3425 15cm

 

Projektpartner:

 

Forstfrauen

Der Verein Forstfrauen macht Frauen in der Forstwirtschaft, ihre Leistungen und Aktivitäten sichtbar, verbindet, informiert und unterstützt sie. Die Forstfrauen vernetzen Frauen (und Männer!) aus allen Bereichen und Ebenen der Forst- und Holzwirtschaft – unabhängig von ihrer beruflichen Ausbildung. Wesentlich ist, den Networking-Gedanken auch aktiv zu leben zu wollen: Jede Forstfrau kann und soll ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Kontakte und ihren beruflichen Hintergrund im Sinne der Vereinsziele einbringen.FF logo rgb

 

IUFRO – International Union of Forest Research Organizations

IUFRO ist "das" weltweite Netz für die forstwissenschaftliche Zusammenarbeit. Es vereint mehr als 15000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von rund 700 Mitgliedsorganisationen in über 125 Ländern, die auf freiwilliger Basis in IUFRO mitarbeiten. IUFRO ist ein Mitglied von International Science Council (ISU).iufro logo

 

IFSA – International Forestry Students‘ Association

Die Vision von IFSA ist eine weltweite Zusammenarbeit von Studierenden der Forstwissenschaften, um Wissen und Verständnis zu erweitern. Wir wollen damit eine nachhaltige Zukunft für unsere Wälder erreichen und jungen Menschen eine Stimme in internationalen forstpolitischen Prozessen geben. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Ausbildung unserer Mitglieder durch internationale Veranstaltungen, Networking und interkulturellen Austausch zu bereichern.IFSA logo official colours

 

Mit Unterstützung von:

BMNT DE Logo dreizeilig

Walddialog

 

Back to top