Die Forstfrauen wachsen und gedeihen - auch in Richtung Diversität! Immerhin sind sowohl das erste Ehrenmitglied als auch das 100. Mitglied - Männer!

Seit dem Sommer 2019 haben die Forstfrauen ihr erstes Ehrenmitglied: Ing. Franz Hohenberg ist nicht nur Waldbesitzer, Förster und der Mann unserer stellvertretenden Obfrau Ing. Christiane Hohenberg, sondern auch ein aktiver UnterstützHohenberg Ehrenmitglieder der Forstfrauen von der ersten Stunde an. Zwar war schon bei der Gründung des Netzwerks klar, dass sich die Forstfrauen zwar vorwiegend an Frauen richten, Männer aber keineswegs ausgeschlossen sind - mit großer Anteilnahme seitens der männlichen Fachwelt wurde allerdings nicht gerechnet... Franz belehrte die Gründungsmitglieder eines Besseren: Seit im Jahr 2001 die ersten Aktivitäten gestartet wurden, ist er bei Exkursionen und Treffen immer mit dabei. Zu Beginn der Forstfrauen war er damit meist das einzige männliche Wesen, was einmal zur (sehr vorsichtigen) Frage führte, wie sich seine rege Teilnahme denn erklären lasse. Die Antwort war kurz und bündig: "Bei euch ist es lustiger und nicht so steif wie bei den klassischen Forstlerpartien." So wurde Franz zu einer echten Stütze der Forstfrauen. Ob es um die Suche nach einem Exkursionsbetrieb oder Input für neue Aktivitäten geht: Die Forstfrauen dürfen immer auf ihn zählen, und so war es nur naheliegend, ihn unter großer Zustimmung der Forstfrauen zu seinem runden Geburtstag zum ersten Ehrenmitglied der Forstfrauen zu ernennen. Im Zuge einer Forstfrauen-Wanderung um den Leopoldsteinersee fand die Übergabe der Mitgliedsurkunde statt.

Im November 2019 stieg der Männeranteil bei den Forstfrauen weiter - und auch das in Verbindung mit einem Jubiläum. „Wald in Frauenhänden“ lautete der Vortrag von DI Dagmar Karisch-Gierer, Obfrau der Forstfrauen, beim sehr gut besuchten 22. Waldforum des österreichischen Walddialogs, welches am 27.11.2019 in der Universität für Angewandte Kunst in Wien stattgefunden hat. Immer mehr Frauen aus der Forstwirtschaft beteiligen sich jetzt auch aktiv in der praktischen Forstwirtschaft, aber auch an der Umsetzung der Österreichischen Waldstrategie und haben sich zu einem Verein, dem auch Männer angehören können, zusammengeschlossen. Die Folge der Präsentation der Forstfrauen war eine Schnellentschluss zur Mitgliedschaft noch vor Ort. „Wir sind stolz, heute mit Herrn Ministerialrat Dipl.-Ing.Schwach 100. Mitglied Dr. Gerhard Schwach vom Umweltministerium das 100ste Vereinsmitglied der Forstfrauen begrüßen zu können!“ freute sich Obfrau Karisch-Gierer über den Beitritt. "Meine Erfahrung aus zahlreichen ökologischen Projekten zeigt, dass nachhaltige Prozesse besser gelingen und länger halten, wenn es ein ausgewogeneres Verhältnis von Männern und Frauen gibt“, resumiert Gerhard Schwach aus seiner Arbeit in der Umwelt- und Wassersektion des BMNT. „Im Moment hat sich gerade eine neue Länder-Arbeitsgruppe zur österreichischen Moor-Strategie konstituiert, an der auch das BMNT und das UBA beteiligt ist, in welcher der Frauenanteil rund 33 % beträgt; „Das ist mal ein guter Anfang, überhaupt, weil die Vorsitzende eine Frau ist!“ meint Dr. Schwach. Mit seinem Beitritt zum Verein Forstfrauen will er auch andere Männer motivieren, diese Frauen-Initiative im Sinne einer guten, ausgewogenen, gesunden und ökologisch verträglichen Zukunft für den Wald und deren Biodiversität zu unterstützen!

Foto: Schwach

Wie könnte man die Offenheit der Forstfrauen, aber auch die Offenheit der Branche gegenüber den Forstfrauen besser illustrieren? Unser Ziel war und ist es, Frauen in der Forstwirtschaft zu verankern, und alle, die dazu beitragen, sind dabei herzlichst willkommen.

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