Auch im 10. Jahr seit ihrer Erfindung sind die Waldspaziergänge für Frauen ein wahrer Renner! Gerannt wird dabei zwar nicht wirklich - wir erwandern uns gemeinsam in rund zweieinhalb Stunden ein Stück vom Wald und dem Wissen um seine Bewirtschaftung. Das heurige Thema lautet "Bäume für die Zukunft?!"

Die Forstwirtschaft ist wohl einer der langfristigsten Wirtschaftszweige überhaupt, und einmal getroffene Entscheidungen "picken". Von den Bäumchen, die heute keimen oder ausgepflanzt werden, wird viel erwartet: Sie sollen den zunehmend extremer werdenden Witterungsverhältnissen standhalten, und das über einen Zeitraum von etlichen Jahrzehnten. Kurzfristiger Standortwechsel oder flotter Austausch von Baumarten sind ausgeschlossen. Darüber hinaus sollen die gewählten oder geförderten Baumarten ökologisch und ökonomisch wertvoll sein. Vor allem letzteres benötigt entsprechende Pflege, und die wird umso anspruchsvoller, je mehr Baumarten in einem Bestand vertreten sind.

MVeith 1onokultur kann (fast) jeder. Einmal abgesehen vom Risikofaktor, der in Monokulturen immer deutlich höher ist, ist das Fortbringen eines Bestandes, der nur aus einer Baumart, in der Regel aus Fichte, besteht, nicht besonders kompliziert, gut erforscht und folgt im Wesentlichen einem gewissen Schema, vor allem im Altersklassenwald. Jede Baumart hat andere Ansprüche an Licht, Wasser- und Nährstoffhaushalt und einen anderen Platzbedarf. Mit jeder Baumart, die dazu kommt, entsteht also eine neue Dynamik. Dementsprechend gibt es kein Schema F für gemischte Bestände, sondern Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sind von Beginn an gefordert, an unterschiedlichen Ecken unterschiedliche, angepasste Maßnahmen zu setzen. Dazu braucht es das nötige Wissen, damit von Anfang an die richtigen Schritte gesetzt werden.Veith 2

Und genau darum geht es in den heurigen Waldspaziergängen: Welche Baumarten haben in welchen Regionen der Steiermark Zukunft, und welche Pflege erfordern sie? Das alles besprechen wir in den Waldspaziergängen, die im Oktober in der ganzen Steiermark stattfinden. Begonnen haben wir am 8. Oktober am Betrieb der Familie Veit in Reiflingeck bei Judenburg.

Die nächsten Stationen:

  • 14. Oktober: Bruck an der Mur (Bruck-Mürzzuschlag)
  • 15. Oktober: Hitzendorf (Graz-Umgebung)
  • 18. Oktober: Rottenmann (Liezen)
  • 19. Oktober: Schildbach (Hartberg-Fürstenfeld)
  • 22. Oktober: Leutschach (Leibnitz)

Alle Informationen zum Ablauf der Waldspaziergänge finden Sie hier, die Anmeldung ist über die FAST Pichl möglich.

 

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